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Newsletter | Herbst 2023

 
VORWORT

LIEBE FREUNDINNEN UND FREUNDE!

„Hören Sie niemals auf zuzuhören“, gab Superintendentin Kerstin Goldbeck (Aufsichtsratsvorsitzende) im Rahmen des Gottesdienstes zum 30jährigen Jubiläum allen anwesenden Hospizbegleiterinnen und -begleitern mit auf den Weg. Die Feierstunde fand bewusst am Welthospiztag Mitte Oktober statt. Viele gratulierten und erzählten von der Kraft, die die Hospiz-Idee offensichtlich auch nach all den Jahren noch immer entfaltet. Zuhören, Zeit verbringen und Menschen am Ende des Lebens zu helfen, ist für mehr als 100 ehrenamtliche und fünf hauptamtlich Mitarbeitende selbstverständlicher Bestandteil ihres Tuns. Das wird sich nie ändern. Auch nicht, wenn sich zurzeit an vielen Schaltstellen „Am Roten Läppchen“ Veränderungen abzeichnen. Darauf gilt es sich einzustellen und erste Schritte sind bereits getan.

So hat der neue (hauptamtliche) Geschäftsführer Stephan Bergmann unsere Einrichtung seit seinem Dienstbeginn im Juli umfassend kennengelernt - und er mischt seither tatkräftig mit. Das zu erleben, zeigt uns, dass der Richtige ausgewählt wurde. Bei Stephan Bergmann und seinem Team wissen wir alle Themen und Aufgaben in sehr guten Händen. Wir unterstützen gerne, wo immer das nötig und unser Tun gefragt ist.

Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir eine stimmungsvolle Adventszeit und erhoffen für das neue Jahr den ersehnten Frieden.

 
 

Mit herzlichen Grüßen
Ihr

Thomas Hunsteger-Petermann
Vorsitzender
 
CHRISTLICHES HOSPIZ HAMM GGMBH

ABSCHIED UND NEUANFANG

Geschäftsführer Wilhelm Hinkelmann feierlich verabschiedet

Mehr als 23 Jahre hat Wilhelm Hinkelmann die Geschicke der Christliches Hospiz Hamm gGmbH als ehrenamtlicher Geschäftsführer geleitet. Nun hat der Ende Siebzigjährige sein Amt nicht nur in jüngere, sondern in hauptamtliche Hände gelegt. Hinkelmann wurde Anfang August im Rahmen eines Gottesdienstes in der Annenkapelle offiziell entpflichtet und Stephan Bergmann herzlich willkommen geheißen.

„Ein Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich“ war die Zusammenkunft in der Annenkapelle überschrieben. Superintendentin Kerstin Goldbeck segnete beide Männer und lud die Gäste ein, ihr dies gleich zu tun. Thomas Hunsteger-Petermann bedankte sich beim scheidenden Geschäftsführer anschließend im Innenhof des stationären Hospizes u.a. mit einem Ginkgo-Baum: "Dass er in deinem Garten Wurzeln schlage und du dich einst in seinem Schatten mit Ur-Enkeln auf dem Schoss an deine Zeit hier Am Roten Läppchen erinnerst", wünschte er alles Gute für einen langen gesunden Ruhestand.  

Bei sommerlichen Temperaturen tauschte man viele Erinnerungen aus, überreichte Geschenke und verabschiedete sich mit guten Wünschen. Hinkelmann hielt eine kleine Rückschau auf sein jahrzehntelanges Hospiz-Engagement und bedankte sich bei haupt- wie ehrenamtlich Mitarbeitenden für ihr Tun, beim Förderverein, den Stiftungen und weiteren Unterstützern wie dem Rotary-Club Hamm für ihre fortwährende großzügige finanzielle Hilfe. "Ohne sie wären wir, wäre das Hospiz pleite" machte Hinkelmann sehr deutlich, dass Hospizarbeit immer Gemeinschaftsarbeit war und bleiben wird. Und er wünschte seinem Nachfolger alles Gute. Der wiederum stellte sich den Gästen kurz vor und freute sich über die überaus freundliche Begrüßung. "Sie haben es mir von Anfang an leicht gemacht" und sprach Wilhelm Hinkelmann für seine Arbeit Anerkennung und Respekt aus. "Ich freue mich auf das, was mich hier erwartet, und ich werde alles tun, dass meine Zeit hier eine gute für uns alle wird." 

Wilhelm Hinkelmann (2. v. li) mit Sup. Kerstin Goldbeck, Thomas Hunsteger-Petermann (re) und Stephan Bergmann (li.) im Innenhof des Stationären Hospizes "Am Roten Läppchen"
 
 
IN EIGENER SACHE - MARION KLEDITZSCH TRITT IN DEN RUHESTAND

ICH BIN DANN MAL WEG

Hape Kerkeling hat seinem Leben mit der Entscheidung, sich mit einer Pilgertour aus dem beruflichen Alltag auszuklinken, eine echte Wendung verpasst. Sein Selbsterfahrungsbuch war ein Bestseller, und wenn man ihm glauben darf, hat er den Tripp nach Santiago de Compostela niemals bereut. Mich hat Kerkelings Handeln lange fasziniert. Wenn auch der Wunsch, meinem Leben eine neue Richtung zu geben, mit der Entscheidung, frühzeitig in den Ruhestand zu treten, weitaus weniger spektakulär ist, so hoffe ich, es wie Hape richtig gemacht zu haben.

Ich sage nun also ganz bewusst „Tschüss“, nicht „Auf Wiedersehen“ und verabschiede mich nach 13 Jahren vom Roten Läppchen. Wer mich kennt, weiß, dass ich das auch mit einem weinenden Auge tue. Denn ich habe die Aufgabe hier geliebt und mich gerne für die Hospizidee engagiert. Doch natürlich schlägt mein Herz noch für andere Themen als Tod, Trauer und Sterben. Ich bin sicher, dass das Leben auch mit Anfang 60 noch aufregend sein kann. Ich hoffe, dass vor allem Schönes auf mich wartet. Ein Buch zu schreiben wie Kerkeling es tat, wäre ein Traum. Ich bin jedoch ganz entspannt und weiß, dass die Dinge sich fügen werden. Mein Herz ist randvoll mit Dankbarkeit und weit offen. Ihre und eure Marion Kleditzsch     

 
CHRISTLICHES HOSPIZ HAMM GGMH

ICH BIN ANGEKOMMEN

Geschäftsführer Stephan Bergmann von Anfang an mitten im Geschehen

Liebe Leser unseres Einblicks,

seit dem 01.07.2023 bin ich mit meiner Frau Kirsten gut in Hamm und in der Hospiz Hamm gGmbH aufgenommen worden und angekommen. Seit meiner Ausbildung zum examinierten Krankenpfleger und der damaligen Hospitation in einem Hospiz kenne und schätze ich die Hospiz- und Palliativarbeit. Dieses erreichte 2010 mit der Eröffnung des Hospizes in Alzenau, seinen damaligen Höhepunkt. Heute, nach nur 4 Monaten in Hamm, kann ich sagen, dass es für mich eine Fügung war, dass ich diese wertvolle Arbeit hier fortsetzen darf.

Ich bin dankbar, dass wir mit tollen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden und mit Ihnen an der Seite lebensverkürzt erkrankten Menschen einen Halt bieten können, sie in dieser Phase ihres Lebens sowohl ambulant als auch stationär oder in der Trauer begleiten. Die Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase ist eine Lebensbegleitung. Als Stationäre Hospize und Ambulante Hospizdienste bejahen wir das Leben, wir akzeptieren die Endlichkeit des Lebens. Hermann Hesse sagte einmal: „Einschlafen dürfen, wenn man müde ist. Eine Last fallen lassen können, die man lange getragen hat, das ist eine tröstliche, eine wunderbare Sache.“

Bei der Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase spielt die Kommunikation mit Offenheit, Achtung und Wertschätzung eine elementare Rolle. Auch bei der dringend notwendigen Begleitung der An- und Zugehörigen während der Begleitung der Betroffenen sind diese Faktoren grundlegend wichtig und münden in der anschließenden Trauerarbeit mit den Hinterbliebenen.

Die WHO hat einmal formuliert, dass das Ziel unserer Arbeit sein sollte, die Lebensqualität des Sterbenden sowie der Zugehörigen zu verbessern, körperliche Beschwerden zu lindern, sowie ein Versterben in Würde in gewohnter Umgebung zu ermöglichen. Ich bin unendlich dankbar, dass hier in der Christlichen Hospiz gGmbH die Ziele der WHO und erst recht die Ansprüche der Menschen, die sich an uns in dieser Notlage wenden, mit viel Einfühlungsvermögen begegnet wird. Sowohl in der ambulanten Arbeit mit unseren Koordinatorinnen, als auch im stationären Hospiz mit den vielen hauptamtlich Mitarbeitenden wird eine großartige Arbeit geleistet. Zusammen mit gut geschulten ehrenamtlichen Begleitenden wird Menschen in dieser Lebensphase auf Augenhöhe begegnet und jeder dort abgeholt, wo er sich gerade befindet.

Ich bin dem Vorstand des Hospizfördervereins Hamm dankbar für seinen unermüdlichen Einsatz und für die Beschaffung der Mittel, die einen Betrieb unseres Hospizes ermöglichen. Ich bin dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung dankbar, die Möglichkeit erhalten zu haben, hier mit unterstützend tätig sein zu dürfen und bin stolz, ein Teil dieser Bewegung hier in Hamm zu sein. Hospizarbeit lebt von der Begegnung von Menschen, und ich durfte hier schon viele Menschen kennen lernen. Menschen mit tollen Ideen, um uns zu unterstützen, und dieses teilweise schon seit vielen Jahren tun. Lassen sie uns gemeinsam weiter für Sterbende und ihre Angehörigen da sein und auch in Zukunft eine Hilfe bieten.

 

 

Stephan Bergmann, Geschäftsführer
Tel. 02381 54473-50
e-mail: stephan.bergmann@hospiz-hamm.de
 
AMBULANTER HOSPIZDIENST HAMM

MEIN LETZTER PLATZ IM LEBEN

30 Jahre ambulante Hospizarbeit in Hamm wurde gefeiert

Der Ambulante Hospizdienst Hamm erinnert in diesem Jahr daran, dass vor dreißig Jahren die ersten Hospizbegleiter:innen geschult wurden. Die Hospizidee hat seither in Hamm mit ihrem Standort „Am Roten Läppchen“ Fuß gefasst und ist unverzichtbarer Bestandteil unserer Stadt geworden. Um das Jubiläum ein wenig zu feiern, wurde mit verschiedenen Aktionen rund um den im Oktober stattfindenden Welthospiztag auf die Hospizarbeit aufmerksam gemacht. Sein diesjähriges Motto "Hospiz lässt mich nochmal" passte zu den eigenen Ideen, drei Jahrzehnte ambulante Sterbebegleitung in Hamm zu thematisieren.

So hatten sich schon im September bei einem Sommerfest viele ehrenamtlich und auch hauptamtlich Mitarbeitende bei der Kunstaktion „Mein letzter Platz im Leben“ kreativ eingebracht und ausgediente Stühle nach ihren Ideen entsprechend gestaltet. Mehr als 20 Sitzgelegenheiten waren entstanden, die sowohl bei einem Aktionstag in der Hammer City und beim Jubiläumsfest in der Lutherkirche präsentiert wurden. Beeindruckende Exponate vom „Engelplatz“ über einen „Heimathafen“ bis zum „Buch meines Lebens“ waren dabei, die Passanten und Gäste zu vielen guten Gesprächen anregten. Eine erneute Gesamtausstellung aller Stühle ist für 2024 geplant.

Schließlich konnten in Zusammenarbeit mit dem Hammer Cineplex im Rahmen des Kinos für Kenner zwei Vorführungen des Films „Sofia, der Tod und ich“ genutzt werden, Kontakte zum Kinopublikum zu knüpfen. Auch im Kino-Foyer schauten sich viele die „letzten Plätze im Leben“ an und redeten mit ehren- wie hauptamtlich Hospizbegleitenden.

Das Jubiläumsjahr abschließen wird eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier im Haus Caldenhof, zu der der Ambulante Hospizdienst seit vielen Jahren einlädt. Jahr für Jahr findet die immer größer werdende Hospiz-Familie hier zu einer Feierstunde zusammen. Bei einem fantastischen Mitbringbuffet und Weihnachtspunsch auf das Jahr zurückzublicken, Gemeinschaft zu genießen und nicht zuletzt allen zu danken, ist eine liebegewonnene Tradition im Ambulanten Hospizdienst und ein besonders schöner Abschluss des Jubiläumsjahres.  

Das Team der Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes
In der Lutherkirche am Welthospiztag 2023
Ein Stuhl, der von Geschäftsführer Stephan Bergmann gestaltet wurde.
 
 
KURZ UND KNAPP

WEIHNACHTEN OHNE DICH

NEU: SAMSTAG, 23. Dezember 2023 18 UHR - LUTHERKIRCHE (JUGENDKIRCHE) HAMM

Herzliche Einladung zu einem besonderen Weihnachts-Gottesdienst für Menschen, die um jemanden trauern oder jemanden vermissen. Gerade Weihnachten wird es immer besonders deutlich, dass jemand fehlt. Weihnachten findet dennoch statt! Dieser Gottesdienst hat in anderer Form und mit wunderbarer Musik unter musikalischer Leitung von Popkantor Simon Biffart eine weihnachtliche Botschaft für alle, die trauern. Denn dieser Gottesdienst steckt voll Hoffnung und Segen und ist offen für alle, unabhängig von der Religion.

 

 
 

SAVE THE DATE

 
Was Weihnachten ohne dich
Wann Samstag, 23.12.2023 18 Uhr
Wo Martin-Luther-Kirche Hamm

Was Letzte Hilfe Kurs 1
Wann Freitag, 23.02.2024
Wo Neubau Ambulanter Hospizdienst Hamm

Was Letzte Hilfe Kurs 2
Wann Freitag, 06.092023
Wo Neubau Ambulanter Hospizdienst, Neubau

Was Letzte Hilfe Kurs 3
Wann 15.11.2024
Wo Neubau Ambulanter Hospizdienst Hamm

Was Start Ausbildungskurs Hospizbegleiter:in
Wann Freitag, 19.01.2024
Wo Neubau Ambulanter Hospizdienst Hamm

Was Hamm Radeln - 3. Auflage
Wann Sonntag, Mai/Juni 2024
Wo Parkplatz "Am Roten Läppchen", Dolberger Straße 57,59073 Hamm

Was Hamm erFahren - 16. Oldtimerrallye
Wann So. 25.08.2024 - Start 10.00 Uhr
Wo Start und Ziel werden bekannt gegeben

 
 

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